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Die Energiewende wird in Oefen und Brennkammern entschieden. Warum feuerfeste Auskleidungen eine Schluesseltechnologie fuer die Transformation der Industrie sind.

Wenn von der Energiewende die Rede ist, dominieren Windraeder, Solarpaneele und Batteriespeicher die oeffentliche Wahrnehmung. Doch die industrielle Energiewende findet an ganz anderen Orten statt: in den Oefen und Brennkammern der Grundstoffindustrie, in Muellverbrennungsanlagen, Biomasseheizkraftwerken und Waermerueckgewinnungssystemen. Und ueberall dort spielt die feuerfeste Auskleidung eine zentrale, wenn auch selten beachtete Rolle. Ohne hochleistungsfaehige Feuerfestmaterialien kann kein thermischer Prozess effizient, sicher und wirtschaftlich betrieben werden.
Die Umstellung von fossilen auf biogene und sekundaere Brennstoffe stellt voellig neue Anforderungen an die feuerfeste Auskleidung. Biomasse und Ersatzbrennstoffe erzeugen andere Aschezusammensetzungen, andere Rauchgaschemien und andere Temperaturprofile als Kohle oder Gas. Die Feuerfestindustrie muss auf diese veraenderten Bedingungen mit neuen Materialentwicklungen und angepassten Konstruktionskonzepten reagieren. Wer die Energiewende in der Industrie vorantreiben will, muss auch die Feuerfesttechnik weiterdenken.
Rund 70 Prozent der industriellen CO2-Emissionen entstehen in Hochtemperaturprozessen. Die Effizienz dieser Prozesse haengt massgeblich von der Qualitaet der feuerfesten Auskleidung ab. Bessere Feuerfesttechnik bedeutet weniger Energieverbrauch und weniger Emissionen.
Bevor ueber den Umstieg auf neue Energietraeger diskutiert wird, liegt der erste und oft wirksamste Hebel in der Effizienzsteigerung bestehender Anlagen. Eine optimal ausgelegte und gewartete Feuerfestauskleidung reduziert die Waermeverluste, erhoet den thermischen Wirkungsgrad und senkt damit direkt den spezifischen Energieverbrauch pro Tonne Produkt. In der Aluminiumindustrie koennen Einsparungen von 10 bis 20 Prozent des Energieverbrauchs durch Optimierung des Feuerfestsystems erzielt werden. In der Zement- und Kalkindustrie liegen die Potenziale in aehnlicher Groessenordnung.
Die Umstellung auf Wasserstoff als Energietraeger, die in der Stahl- und Glasindustrie bereits erprobt wird, stellt die Feuerfesttechnik vor neue Herausforderungen. Wasserstoffflammen erreichen hoere lokale Temperaturen, haben eine andere Strahlungscharakteristik und erzeugen Wasserdampf als Verbrennungsprodukt, der bei hohen Temperaturen die chemische Stabilitaet bestimmter Feuerfestmaterialien beeintraechtigen kann. Die Materialforschung arbeitet an neuen Werkstoffkonzepten, die diesen veraenderten Bedingungen standhalten. Gleichzeitig muessen die Konstruktionskonzepte angepasst werden, um veraenderte Waermeflussprofile und mechanische Belastungen zu beruecksichtigen.
Bei SBS Industrial Solutions begleiten wir unsere Kunden auf dem Weg in die industrielle Transformation. Wir verstehen die Wechselwirkungen zwischen veraenderten Betriebsbedingungen und den Anforderungen an die feuerfeste Auskleidung. Ob es um die Umstellung auf Biomasse, die Integration von Waermerueckgewinnungssystemen oder die Vorbereitung auf den Wasserstoffeinsatz geht: Die Feuerfesttechnik muss von Anfang an mitgedacht werden, nicht als nachgelagertes Detail, sondern als integraler Bestandteil der Anlagenplanung.
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