Wird geladen...
Wird geladen...
Biomasseaschen und Schlacken greifen feuerfeste Materialien chemisch und mechanisch an. Wie die Zusammensetzung des Brennstoffs die Standzeit der Auskleidung bestimmt und welche Schutzmassnahmen wirken.

Biomasseasche unterscheidet sich fundamental von Kohleasche. Waehrend Kohleaschen ueberwiegend aus relativ inerten Silicium- und Aluminiumoxiden bestehen, enthalten Biomasseaschen hohe Konzentrationen an Alkalien, insbesondere Kalium und Natrium, sowie Chlor, Schwefel und Phosphor. Diese Elemente bilden bei Verbrennungstemperaturen niedrigschmelzende Verbindungen, die als fluessige Phase die Feuerfestauskleidung angreifen. Der chemische Angriff erfolgt durch Infiltration der Schmelzphase in die Porenstruktur des Feuerfestmaterials, wo sie mit den Matrixbestandteilen reagiert und das Gefuege zerstoert.
Der Ascheerweichungspunkt des Brennstoffs ist ein entscheidender Kennwert fuer die Auslegung der Feuerfestauskleidung. Liegt er unter 1000 Grad Celsius, steigt das Verschlackungsrisiko dramatisch. Bei Altholz mit Verunreinigungen kann der Ascheerweichungspunkt auf unter 800 Grad Celsius fallen.
Der wirksamste Schutz beginnt bei der Brennstoffauswahl und der Verbrennungsfuehrung. Eine moeglichst konstante Brennstoffqualitaet mit bekanntem und kontrolliertem Aschegehalt reduziert die Belastungsspitzen fuer die Auskleidung. Die Verbrennungstemperatur sollte so gesteuert werden, dass sie moeglichst unterhalb des Ascheerweichungspunkts liegt, was allerdings in der Praxis nicht immer realisierbar ist. Auf der Materialseite bieten dichte, porenarmee Feuerfestmaterialien den besten Schutz gegen Infiltration. Materialien mit niedrigem Aluminiumoxidgehalt und hohem Siliciumcarbid-Anteil zeigen gute Bestaendigkeit gegen Alkalikorrosion. In besonders kritischen Bereichen koennen Spezialschlichtungen oder keramische Beschichtungen eine zusaetzliche Barriere gegen den Schlackenangriff bilden.
Neben der richtigen Materialwahl sind betriebliche Massnahmen unverzichtbar. Die regelmaessige Entfernung von Schlackenanhaftungen, bevor sie sich zu massiven Ansaetzen entwickeln, verlaengert die Standzeit erheblich. Thermografische Inspektionen ermoeglichen die fruehzeitige Erkennung von Hotspots, die auf fortgeschrittene Infiltration hindeuten. Und eine systematische Dokumentation der Verschleissraten in verschiedenen Zonen liefert die Datengrundlage fuer die kontinuierliche Optimierung des Materialkonzepts. Bei SBS Industrial Solutions verbinden wir die Erfahrung aus hunderten von Brennkammerprojekten mit einem tiefen Verstaendnis der werkstofftechnischen Zusammenhaenge. So entwickeln wir fuer jede Anlage eine individuelle Strategie gegen die spezifischen Aschebelastungen.
Ob Neuzustellung, Reparatur oder Notfall — kostenlose Erstberatung und schnelle Rückmeldung.